Streifenhörnchen sind Nagetiere, die den Eichhörnchen sehr ähnlich sehen. Im Unterschied zum Eichhörnchen hat das Streifenhörnchen jedoch eine “wilde” Farbe und die charakteristischen Streifen statt der gleichmäßigen rotbraunen Färbung der Eichhörnchen. Die Streifenhörnchen sind auch keine hundertprozentigen Wildtiere, sondern fast so etwas wie “Eichhörnchen für das Haus” – fast, da es unterschiedliche Meinungen dazu gibt, ob Streifenhörnchen sich als Haustiere gut eignen. Jedenfalls benötigen die kleinen Nager viel Platz, um ihrem enormen Bewegungsdrang zu frönen.
Im Zooohandel werden gelegentlich Streifenhörnchen angeboten und vorwiegend als Haustier für Kinder gekauft. Doch genau dafür sind sie, wie fast alle Nagetiere, allen voran das beliebte “Kindertier” Meerschweinchen, nicht geeignet.
Eine Zähmung ist nicht ganz einfach, aber möglich.
Das allermindeste an Raum, was ein Halter erübrigen muss, ist eine Voliere mit mindestens 2 m Höhe, 1 m Breite und 1 m Tiefe, besser mehr. Zusätzlich sollten Sie Ihrem Streifenhörnchen auch noch mindestens 2 Stunden täglich Auslauf in der Wohnung gewähren. Das ist sehr wichtig, da die Tiere sonst zu Verhaltensstörungen neigen. Doch beim Wohnungsauslauf ist darauf zu achten, dass die Tiere nicht zuviel anknabbern, vor allem keine Elektrokabel. Außerdem sollte der Auslauf am Tag erfolgen, da die Tiere tagaktiv sind. Sie können den Auslauf zusätzlich interessant gestalten, indem Sie Nüsse oder andere Leckereien im Raum verteilen.
Doch das gilt nur für die Sommerzeit des Jahres, da die Hörnchen Winterschlaf halten. Während dieser Phase, die etwa von Oktober bis März dauert, sollten die Tiere auf keinen Fall gestört werden. Zu fressen bekommen die Tiere sowohl pflanzliche wie auch tierische Kost. Letztere z.B. in Form von Lebendfutter wie Mehlwürmern oder Heimchen. Ansonsten kommen Obst, Gemüse und Nüsse auf den Speiseplan. Auch frisches Wasser darf nicht fehlen.
Es kann auch vorkommen, dass das Futter gehortet und für schlechte Zeiten, namentlich für den Winter, gespart wird. In solchen Fällen werden die Streifenhörchen im Herbst aggressiv gegen den Halter, der ihnen vermeintlich das futter wegnehmen möchte. Auch die Revierverteidigung spielt bei den Einzelgängern eine Rolle.
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