Der Blaue Antennenwels Ancistrus dolichopterus ist einer der beliebtsten Zierfische und gilt hierzulande als der Inbegriff des Aquarium-Welses. Das dürfte sicherlich auch daran liegen, dass das Tier seit Beginn der Aquarienhaltung von Tropenfischen nicht nur bekannt ist, sondern auch oft gehalten wurde.
Die Haltung ist auch nicht sonderlich schwer, handelt es sich beim Blauen Antennenwels doch um einen ausgesprochen robusten Vertreter der Zierfische. Es ist ein sehr ausdauernder Aquarienbewohner, der auch unter der Obhut von Anfängern oft problemlos seine Lebenserwartung von 10-15 Jahren ausschöpft. Er stellt dabei keine exquisiten Ansprüche an Wasserqualität oder Behältergröße. Im Interesse aller Aquarienbewohner ist natürlich darauf zu achten, dass diese Faktoren nicht vernachlässigt werden und je besser die Umgebung, desto besser gedeiht natürlich auch der Blaue Antennenwels.
Ansonsten macht sich das Tier im Aquarium auch gerne nützlich, da es sich hauptsächlich von Algen und den darin lebenden Mikroorganismen ernährt. Sein großes Saugmaul ermöglicht es ihm auch, solche Stellen abzugrasen, die in einer starken Strömung gelegen sind.
Trotz seines deutschen Namens zählt der Blaue Antennenwels allerdings gar nicht zu den Antennenwelsen der Gattung Pimelodidae, sondern zur Gattung der Antennen-Harnischwelse, namentlich Ancistrus. Wie alle Harnischwelse verfügt auch der Blaue Antennenwels über einen Körperpanzer aus Knochenschilden. Darüber hinaus ist er aber auch, wie alle Vertreter der Gattung Ancistrus, mit massiven Stacheln hinter den Kiemendeckeln ausgestattet. Diese können auch nach außen gestülpt werden. Von daher ist etwas Vorsticht geboten, wenn die Tiere mit dem Kescher eingefangen werden, da sie sich gerne mit ihren Kiemenstacheln im Netz verheddern.






